Salzburg.orf.at, 2006.08.26 "Apollo et Hyacinthus" und "Die Schuldigkeit des Ersten Gebots" Üppige Ausstattung und tolle Musik Junge Stimmen für den jungen Mozart: Mit der Uni Mozarteum haben die Festspiele "Apollo und Hyacinth" und "Die Schuldigkeit des 1. Gebots" herausgebracht, die ersten Werke Mozarts für die Bühne. Viel Beifall Die beiden Stücke des elfjährigen Komponisten - gespielt vom Sinfonieorchester der Universität Mozarteum unter der Leitung von Josef Wallnig - hatten am Freitag in der Großen Aula ihre Premiere und bekamen viel Beifall.
Es gab Außergewöhnliches zu sehen und zu hören, berichtet unsere Kulturredakteurin Eva Halus. Augen- und Ohrenschmaus Die beiden kleinen Bühnenwerke boten üppigen Augen- und Ohrenkitzel: Mozart konnte offenbar für beste Stimmen schreiben - denn die Kolloraturen bringen so manche Sängerin ins Schwitzen. Am Freitag zeigten Studierende und Absolventen der Universität Mozarteum, dass in Salzburg der Nachwuchs bestens ausgebildet wird. Für enormen Augenschmaus sorgte die üppige Austattung, die die Inszenierungen von John Dew begleitet. Für Apollo und Hyacinth hat er gemalte Bühnenbilder und sehr stilisierte Bewegungen verwendet. Das sind Bezüge zur Praktiken des 18. Jahrhunderts. Dazu kommen üppige und prunkvolle Kostüme - auch ganz im Stil der Entstehungszeit. Kräfte der Verführung in Aktion Die Vorlage für "Schuldigkeit des 1. Gebots" bilden naive Votivtafeln. Dier Barmherzigkeit erscheint als Gottesmutter im Dirndlkleid, die Gerechtigkeit wie Gott persönlich - mit Rauschebart und Sopranstimme. Und die Kräfte der Verführung werden durch sechs Teufel verstärkt, mit feuerroten Zungen auf Kopf, Brust und Knien. Dieses Ausstattungsspektakel hat neben der Musik das Publikum begeistert. |