Themen aus der Presse... Mozart auf dem Theater
 Salzburger Nachrichten 24.05.2007
Nach der spektakulären und auch umstrittenen Neugestaltung der Wohnung
in Mozarts Geburtshaus durch den amerikanischen Bühnenmagier Robert
Wilson folgte nun, weniger theatralisch nach außen hin, die Adaptierung
des 2. Stocks des Mozart-Museums in der Getreidegasse. Dort geht es um
den Kernbereich von Mozarts Schaffen: das Theater.
Zum ersten Mal hat Thomas Wizany, im "Nebenberuf" SN-Karikaturist, eine
Ausstellungsarchitektur gestaltet. In den drei Räumen mussten sowohl
Bühnenbildmodelle als auch "Flachware" wie Theaterzettel oder Skizzen
ansprechend und anschaulich untergebracht werden.
Wizany bekannte bei der Presseführung am Mittwoch, dass er immer schon
eine Ader fürs Theater gehabt habe. Als Kind habe er die "Zauberflöte"
mit Schlümpfen nachgestaltet.
Hier ging Wizany nun natürlich seriös zu Werke, verbaute die
historischen Räume nicht, sondern schuf Vitrinen, die in eine
Wellenform integriert sind. Drei Szenenausschnitte aus
Festspielproduktionen sind zudem in originellen Extra-"Schaukästen" als
Video mit dem jeweiligen Bühnenbildmodell zu vergleichen.
Die Stiftung Mozarteum besitzt rund 130 Bühnenmodelle, von denen die
schönsten und wichtigsten in dieser Dauerausstellung auch auf den
Wandel der Bühnenästhetik hinweisen. Eine Leihgabe bleibt nur für die
nächsten vier Monate: Sie zeigt Luigi Bassi, den ersten Don Giovanni,
am Grab des Komturs.hb |