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2006.08.27 Kurier_Apollo FestspieleSteifes Barock und dralle TeufelMozart Frühstwerke „Apollo“ und „Schuldigkeit" in SalzburgVon Judith Schmitzberger Der letzte Premiere „Finta giardiniera“ am Samstag war schon im Jänner in Landestheater zusehen. Der letzte Premiere „Finta giardiniera“ am Samstag war schon im Jänner in Landestheater zusehen.Schulpflicht Mozart schrieb die zwei Werke im Alter von elf Jahren. Und es waren Schulwerke. Die Festspiele überantworteten sie daher - konsequent gedacht – der Musikuni Mozarteum. Dirigent Josef Wallnig, der dort Opern-Interpretation lehrt, gestaltete mit Absolventen einem Abend auf dem Niveau einer sehr guten Abschlussarbeit. Mit dem Sinfonieorchester des Mozarteums hat es intensiv geprobt. Das hört man am engagierten, jugendlich schwungvollen Klang. Die Sänger stellten bei den frühen Talent – Proben des Genies Mozart das ihre unter Beweis. Genie – Proben sind es nicht. Unter vielen noch unfertigen Stimmen zwei viel versprechende Sopranistinnen: Christiane Karg und Jekaterina Tretjakova bewiesen bei den Koloratur-reichen Arien ihren präzisen und spielerisches Umgang mit Mozart. „Apollu et Hyacinthus“, ein antikes Götter- und Königsstück, was am Ort der Uraufführung zu sehen. Regisseur John Dew bemühte daher historische Zitate: Opulente Barockkostüme und stilisierte steige Gesten. Den ersten Tel des geistlichen Singspiels „Die Schuldigkeit“ hingegen legte Dew als dralles Volksstück an. Die allegorischen Figuren, die den Glauben eines Christen prüfen, zeigte er mit bunten Trachten, Heiligenbildchen und Teufelchen. Herzig gemacht, engagiert gearbeitet. Und im Rahmen von „Mozart22“ vor allem von lexikalischer Bedeutung. Der Wunsch, die Werke wieder zu hören, ist nicht sehr dringend. |