APOLLO ET HYACINTHUS und DIE SCHULDIGKEIT DES ERSTEN GEBOTS Mozart 22 – Mozart-opern Institut in Kooperation mit den Salzburger Festspielen (bei der deutschen Grammophone auf DVD erschienen) 
Lateinische Intermedium in drei Akten KV.38 zu dem Schuldrama Clementia Croesi von Peter Rufinus Widl
DIE SCHULDIGKEIT DES ERSTEN GEBOTS
Erste Teil eines geistlichen Festspile KV 35
Sinfonieorchester der Universität Mozarteum ..."Wie eine extrem stilisierte, sich auf Posen beschränkende Opernaufführung zu Mozarts Zeiten ausgesehen haben mag, hat John Dew mit seiner charmanten kleinen Inszenierung von 'Apollo et Hyacinthus' demonstriert."...(Stuttgarter Zeitung)
Überhaupt erstaunt die sängerische Qualität: Da sind Vollprofis am Werk. Herrlich in Präzision und plastischer Gestaltung: die 26-jährige bayerische Sopranistin Christiane Karg als recht infernalischer "Weltgeist". Glänzend ihr Widerpart, Bernhard Berchtolds humoristisch angelegter "Christgeist". (Die Welt, Berlin)
Hinter dem unverhohlen burlesken, volkstheaterhaften Spiel stecken sauber artikulierende, perlende, koloraturensichere und klar durchgebildete Stimmen von jungen Absolventen und Studierenden der Universität, die es gut und gerne mit größerer Konkurrenz aufnehmen können.(Salzburger Nachrichten)
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Wo alles begann: Am 13. Mai 1767 feierte Mozarts erste Oper Apollo et Hyacinthus in der Aula der Salzburger Universität ihre Premiere. Damals war es Usus, dass die Schüler des Gymnasiums am Ende des Schuljahres ein lateinisches Drama auf die Bühne brachten: so auch die Tragödie Clementia Croesi des Benediktinerpaters Rufinus Widl. Als Intermedium zu diesem Stück schuf Mozart, damals elf Jahre alt, den Apollo, dessen Szenen vor dem Prolog und zwischen den Akten des Sprechdramas gespielt wurden. Gleichwohl bildet die Folge der musikalischen Nummern ein integrales Bühnenwerk, das für sich allein bestehen kann. Damit gekoppelt wird das geistliche Singspiel Die Schuldigkeit des Ersten Gebots, das im selben Jahr entstand und wenige Wochen vor dem Apollo in der erzbischöflichen Residenz dargeboten wurde. Das Libretto lehnt sich eng an verschiedene Bibelverse an und kreist um allegorische Figuren wie Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Christgeist. Nur der erste, von Mozart stammende Abschnitt des Werks ist erhalten – die übrigen beiden von Michael Haydn und Anton Cajetan Adlgasser komponierten Teile gelten heute als verschollen. Und so schließt sich zum Ende der Festspiele der Kreis: Am Ort der Uraufführung von Apollo et Hyacinthus sind die ersten beiden musiktheatralischen Werke Mozarts zu erleben, interpretiert von Studenten der Universität Mozarteum sowie Preisträgern und Finalisten des Mozart Gesangswettbewerbs. Der gebürtige Salzburger Josef Wallnig studierte zunächst Klavier und Komposition an der Universität Mozarteum seiner Heimatstadt, bevor er seine Dirigentenausbildung in der Klasse von Hans Swarowsky an der Wiener Musikhochschule absolvierte. Ein Meisterkurs führte ihn außerdem zu Franco Ferrara nach Rom. Als langjähriger Assistent von Karl Böhm war Wallnig regelmäßig bei den Salzburger Festspielen tätig; an der Wiener Staatsoper sorgte er als Korrepetitor für die musikalische Einstudierung von Aufführungen. Darüber hinaus leitete er selbst zahlreiche Vorstellungen an deutschen Opernhäusern und in Salzburg. 1980 wurde Josef Wallnig als ordentlicher Professor für Operninterpretation an die Universität Mozarteum berufen; viele Jahre verantwortete er dort die Opernabteilung, darunter eine Amtsperiode auch als Rektoratsstellvertreter, und gründete schließlich ein Institut für Mozart-Opern. Der gefragte Pädagoge Wallnig gab Meisterkurse in Deutschland, Italien, Litauen, den USA, in Russland, Japan, Korea und Ägypten. Er ist Juror namhafter Musikwettbewerbe, darunter der ARD-Wettbewerb in München und der Mozart-Wettbewerb in Salzburg, und amtiert als Künstlerischer Leiter des Ensembles 17. John Dew, geboren 1944 auf Kuba, wuchs in New York auf und studierte dort Kunstgeschichte und Bühnenbild. Im Rahmen der Meisterklassen Friedelind Wagners kam er 1966 nach Bayreuth und arbeitete anschließend als Regieassistent an deutschen Theatern. 1967 hospitierte er bei Walter Felsenstein an der Komischen Oper Berlin, 1968 entwarf er Bühnenbilder für Die Zauberflöte in Durban (Südafrika). Am Stadttheater Ulm konnte er 1973 bei Strawinskys The Rake's Progress erstmals Regie führen. Überregionale Aufmerksamkeit erlangten zuerst seine Wagner- Inszenierungen am Theater Krefeld / Mönchengladbach (Tristan und Isolde 1978, Die Meistersinger von Nürnberg 1980 und Der Ring des Nibelungen 1981-1985). Von 1982 bis 1995 war John Dew Oberspielleiter der Oper am Stadttheater Bielefeld und sorgte dort für die Wiederentdeckung zahlreicher Opern, die durch die nationalsozialistische Kulturpolitik aus dem Bewusstsein verdrängt worden waren. Hinzu kamen spektakuläre Neudeutungen von Werken des Kernrepertoires sowie Urund Erstaufführungen zeitgenössischer Partituren. Mit der Inszenierung von Meyerbeers Hugenotten an der Deutschen Oper Berlin gelang Dew 1987 der Sprung an die großen Opernhäuser des deutschsprachigen Raumes. Es folgten Arbeiten u.a. für Hamburg, Leipzig, Zürich und die Wiener Staatsoper, wo er Bellinis I puritani auf die Bühne brachte. Der Zyklus der drei Da-Ponte-Opern Mozarts, den Dew von 1991 bis 1994 an der Oper Leipzig erarbeitete, erreichte durch Fernsehübertragungen ein großes Publikum. Von 1995 bis 2001 leitete Dew als Generalintendant das Theater Dortmund. Als Schwerpunkt seiner dortigen Arbeit widmete er sich vergessenen Werken des französischen Repertoires aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Seit der Spielzeit 2004/05 amtiert er als Intendant des Staatstheaters Darmstadt. Heinz Balthes wurde in Ediger an der Mosel geboren und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Bevor er 1977 ans Badische Staatstheater in Karlsruhe kam, war er u.a. an der Freien Volksbühne Berlin und am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen engagiert. Als Gast wirkte er an den Opernhäusern in Berlin, Hamburg, Wien, Düsseldorf und Leipzig, in der Schweiz, in Frankreich, Italien sowie in Houston/Texas. Er arbeitete als Bühnenbildner mit Regisseuren wie Juri Ljubimov und Renate Ackermann zusammen. Vor allem aber prägte ihn seine Arbeit mit John Dew. In der Spielzeit 2004/05 schuf er am Staatstheater Darmstadt die Bühnenbilder zu Dews Inszenierungen von L’Orfeo und Platée und entwarf zum Auftakt der Saison 2005/06 das Design zu Falstaff. Geboren im spanischen Lugo, absolvierte José-Manuel Vázquez zunächst ein Studium der Architektur in Madrid. Nach seinem Umzug nach Deutschland setzte er seine Ausbildung in Bochum und Heidelberg fort und belegte dort die Fächer Kunstgeschichte und Romanistik. Erste Theatererfahrungen sammelte er als Assistent von Heinz Balthes in Berlin; sein Einstand als Kostümbildner erfolgte dann beim Internationalen Jugend-Festspiel-Treffen in Bayreuth. Im Verlaufe seiner Karriere hat Vázquez an vielen bedeutenden Bühnen gearbeitet: in Hamburg, Leipzig, München und Düsseldorf, an der Wiener Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, in Zürich, Paris, Strasbourg und Montpellier. Vor allem mit dem Regisseur John Dew verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit: Gemeinsam widmeten sich die beiden zum Beispiel der Uraufführung von Alfred Schnittkes Historia von D. Johann Fausten an der Hamburgischen Staatsoper. Unter Dews Intendanz am Theater Dortmund entwarf José-Manuel Vázquez die Kostüme u.a. für Les Troyens von Berlioz, für Pfitzners Armen Heinrich, Chaussons Le Roi Arthus und die Uraufführung von Rosenfelds Kniefall in Warschau. In den letzten beiden Spielzeiten arbeitete José-Manuel Vázquez dann vorwiegend für das Staatstheater Darmstadt, dessen Leitung John Dew im Sommer 2004 übernommen hat. Geboren 1976 in Regensburg, begann Maximilian Kiener seine musikalische Laufbahn als Sopran im Tölzer Knabenchor und wirkte auch als Solist bei verschiedenen Opernproduktionen mit. Nach dem Stimmbruch zum Tenor avanciert, erhielt er privaten Gesangsunterricht bei Gerhard Schmidt-Gaden und Karl Christian Kohn. Schon dieser Zeit gestaltete er Solopartien in verschiedenen Messaufführungen im süddeutschen Raum und zählte zu den Mitbegründern des Vokalquintetts Sixte Ajoutée. Von 2000 bis 2004 absolvierte er sein Gesangsstudium bei Marianne Schartner und Horiana Branisteanu an der Universität Mozarteum in Salzburg; dort rief er mit Kollegen das A-cappella- Ensemble Salzburg Comedian Harmonists ins Leben. Zu seinen bisherigen Opernengagements zählen Auftritte in Telemanns Don Quichotte und als Gomatz in Mozarts Zaide bei den Donaufestwochen sowie als Graf Almaviva in Rossinis Barbier bei den Bad Hersfelder Festspielen. Als Konzertsänger gestaltet Maximilian Kiener häufig die Evangelisten-Partien in den Bachschen Passionen und interpretiert die Oratorien Haydns. Mit der Rolle des Öbalus in Apollo et Hyacinthus hat er bereits Erfahrungen gesammelt: Er gestaltete er sie schon einmal zur Eröffnung der renovierten Salzburger Universitätsaula im Januar 2005. Die 1980 im bayerischen Feuchtwangen geborene Sopranistin Christiane Karg errang 1998 den Bundespreis in der Kategorie Alte Musik beim Wettbewerb Jugend musiziert. Im Oktober 2000 nahm sie dann ihr Gesangsstudium an der Salzburger Universität Mozarteum bei Heiner Hopfner auf. Nach dem ersten Diplom, das sie 2003 mit Auszeichnung bestand, absolvierte sie bis zum März 2006 sowohl die Liedklasse von Wolfgang Holzmair als auch die Opernklasse des Mozarteums, die sie wiederum mit Prädikat abschloss. Außerdem besuchte sie Meisterkurse u.a. bei Robert Holl und Marjana Lipovsek. Als langjähriges Mitglied des Chores der Bamberger Symphoniker lernte Christiane Karg ein breites Repertoirespektrum kennen und ging auf Konzertreisen durch ganz Europa. Auch solistische Aufgaben übernahm sie immer wieder, so in Kantaten von Bach oder geistlichen Werken von Händel, Charpentier, Pergolesi, Mozart und Mendelssohn. Schon während des Studiums sammelte sie erste Bühnenerfahrungen und erarbeitete sich Rollen wie Giannetta (L'elisir d'amore ), Gretchen (Der Wildschütz ), Gretel (Hänsel und Gretel ) oder Fiordiligi (Così fan tutte ). Als Vitellia in La clemenza di Tito war sie an der Musikhochschule Dresden zu erleben und präsentierte die Partie anschließend auf einer Italien-Tournee. Aus der Opernklasse von Josef Wallnig am Salzburger Mozarteum kommt die russische Sopranistin Jekaterina Tretjakova, die 1980 in Murmansk geboren wurde. Ihre Ausbildung erhielt sie zunächst an der Litauischen Akademie für Musik und Theater, bevor sie zum Sommersemester 2006 an die Salzach wechselte, um dort ihr Aufbaustudium in den Fächern Lied und Musiktheater abzuschließen. Mehrere Preise sind der jungen Sängerin schon zuteil geworden: So gewann sie 2003 den Palauskaus Wettbewerb in Vilnius, wurde 2005 bei der Jonuskaites-Zaunienes-Konkurrenz ausgezeichnet und errang im selben Jahr beim 40. Internationalen Dvorák-Wettbewerb in Prag den Zweiten Preis und mehrere Sonderpreise, darunter eine Würdigung für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes. Daraufhin wurde sie für die Spielzeit 2006/07 an das Prager Opernhaus verpflichtet und erhielt Einladungen an das Theater in Ostrava und zu einem Recital in die tschechische Metropole. Zuvor jedoch wird Jekaterina Tretjakova bei den Salzburger Festspielen debütieren: als Hyacinthus in Mozarts erster Oper. Konzerte gestaltete sie bislang mit den Philharmonikern von Vilnius und Kaunas, an der Litauischen Akademie für Musik und Theater und in der Vilnius City Hall. Die Altistin Anja Schlosser, die im bayerischen Chiemgau aufwuchs, studierte zunächst Medienpädagogik in Augsburg, widmete sich aber bald ganz dem Gesang. Seit dem Oktober 2000 ist sie am Salzburger Mozarteum immatrikuliert: Als erstes absolvierte sie die Konzertklasse von Ingrid Mayr, die sie im Juni 2005 mit ihrem Diplom abschloss; danach wechselte sie zum Fach Musikdramatische Darstellung bei Josef Wallnig, Hermann Keckeis sowie Wolfgang Kolneder und beendete diese Ausbildung im März 2006 mit Auszeichnung. Außerdem studiert sie noch Lied und Oratorium bei Wolfgang Holzmair. Im Rahmen der Universitätsproduktionen stand Anja Schlosser schon mehrfach auf der Bühne: Bei Monteverdis l'Orfeo im Steintheater Hellbrunn gestaltete sie den zweiten Hirten, bei Offenbachs Les Contes d'Hoffmann war sie als La voix de la mère zu hören. In Mark Lothars Oper Momo und die Zeitdiebe übernahm sie den Part der Kassiopeia, und bei der Wiedereröffnung der Großen Universitätsaula im Jahr 2005 war sie als Apollo in Mozarts erster Oper zu erleben - eine Rolle, die sie jetzt auch im Rahmen der Salzburger Festspiele interpretiert. Außerdem wird Anja Schlosser regelmäßig für Oratorienaufführungen verpflichtet und sang die Altpartien in Händels Messias, Bachs Weihnachtsoratorium und Mozarts Requiem. Die österreichische Mezzosopranistin Astrid Monika Hofer, die am Salzburger Mozarteum ausgebildet wurde, begann ihre Laufbahn mit Preisen beim 8. Internationalen Mozartwettbewerb, bei der Gesangskonkurrenz von Meran und beim Johannes-Brahms-Wettbewerb. Bereits während ihres Studiums sammelte sie Bühnenerfahrungen als Cherubino, Zweite Dame, Ramiro und Dorabella. Nach ihrem Debüt am Salzburger Landestheater in der Daphne von Richard Strauss folgten Auftritte bei den Bregenzer und den Salzburger Festspielen (u.a. in Iphigénie en Tauride und Jenufa ), in Klagenfurt, Meran, Linz und Prag. Zur Spielzeit 2004/05 wurde sie in das Ensemble des Theaters Regensburg verpflichtet. Daneben nahm sie Gastengagements am Salzburger Landestheater wahr, wo sie u.a. als Czipra im Zigeunerbaron und als Ramiro La finta giardiniera zu erleben war. Ab der kommenden Spielzeit ist Astrid Monika Hofer fest an das Haus verpflichtet. Bei ihren Bühnenauftritten arbeitete die Sängerin mit Dirigenten wie Hubert Soudant, Ivor Bolton, Sir John Eliot Gardiner, Nicolas Kok und Fabio Luisi zusammen. Der Bariton Norbert Steidl, geboren 1977 in Lienz (Osttirol), studiert seit Oktober 2001 an der Universität Mozarteum in Salzburg. 2005 beendete er die Gesangsausbildung bei Heiner Hopfner mit dem Bakkalaureat, seither besucht er die Opernklasse von Josef Wallnig und Hermann Keckeis. Darüber hinaus absolvierte er Meisterkurse beim Hilliard Ensemble, bei Cornelia Prestel und Robert Holl. Im Rahmen verschiedener Hochschulproduktionen interpretierte er schon Rollen wie Mozarts Guglielmo und Masetto; studiert hat er außerdem die Partien des Papageno, Figaro und Conte Almaviva, Leporello und Don Giovanni, dazu Donizettis Belcore (L'elisir d'amore ) und Malatesta (Don Pasquale ). Als Oratoriensänger trat Norbert Steidl mit Werken von Bach, Haydn und Mendelssohn auf, bei Liedrecitals gestaltete er Vertonungen von Beethoven bis Berg. Die in Osaka geborene Sopranistin Michiko Watanabe erhielt 1995 an der Soai-Universität ersten Gesangsunterricht und setzte die Ausbildung ab 1999 an der Toho-Universität in Tokio bei Toshimitsu Kimura fort; außerdem zählt Miwako Matsumoto zu ihren Lehrern. Als Gewinnerin des japanischen Tama-Fresch-Wettbewerbs und Stipendiation der Internationalen Rotary-Stiftung kam sie 2004 an das Salzburger Mozarteum, wo sie von Josef Wallnig, Hermann Keckeis und Ingrid Mayr unterrichtet wird. Das Repertoire, das Michiko Watanabe bisher gestaltet hat, umfasst Mozarts Hyacinthus, Bergère / Mélisse aus Armide, Gretel aus Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel und Fiordiligi aus Così fan tutte - eine Partie, mit der sie im September 2006 in Deutschland, Österreich und der Schweiz auftreten wird. Auch als Konzertsängerin kann sie bereits auf einschlägige Erfahrungen verweisen: so u.a. auf eine Aufführungsserie von Beethovens Neunter Symphonie mit dem Osaka Symphony Orchestra. Zudem war sie in Oratorien und Messen von Mozart, Haydn, Schubert und Jehan Alain zu hören. Der österreichische Tenor Bernhard Berchtold studierte Gesang am Innsbrucker Konservatorium und am Mozarteum in Salzburg bei Horiana Branisteanu, außerdem besuchte er die Liedklasse von Hartmut Höll. Mit mehreren Auszeichnungen wurde er im Verlaufe seiner bisherigen Karriere als Lied- , Oratorien- und Opernsänger bedacht: Er war Preisträger bei der Internationalen Sommerakademie 1999 und präsentierte sich bei einem Konzert im Rahmen der Salzburger Festspiele. In Graz erhielt er beim Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Schubert-Liedes. 2002 wurde er dann von der Stuttgarter Hugo-Wolf- Akademie zum Liedkünstler der Saison gewählt und mit einer eigenen Konzertreihe in der Liederhalle geehrt. Bernhard Berchtold war Gast bei den Händelfestspielen in Karlsruhe, den Kasseler Musiktagen, dem Klavierfestival Ruhr, den Schlossfestspielen Ludwigsburg, der Styriarte in Graz und bei den Wiener Festwochen. Tourneen führten ihn nach China und in die USA. Seit dem Jahr 2003 ist er fest im Ensemble des Badischen Staatstheaters Karlsruhe verpflichtet. Nach seinem erfolgreichen Debüt am Teatro Comunale di Bologna feierte er 2005 auch seinen Einstand an der Mailänder Scala. Die gebürtige Münchnerin Cordula Schuster studierte zunächst Schulmusik und Französisch in ihrer Heimatstadt. Als Mitglied des Madrigalchors der Münchner Hochschule für Musik und Theater lernte sie ein breites Repertoirespektrum kennen, übernahm Solopartien und ging auf Konzertreisen durch ganz Deutschland. Nach dem Staatsexamen begann sie 2001 ihre Gesangsausbildung an der Universität Mozarteum bei Heiner Hopfner. Im März 2006 erhielt sie ihr Operndiplom mit Auszeichnung; auch den Studiengang Lied und Oratorium bei Wolfgang Holzmair schloss sie mit Auszeichnung ab. Überdies nahm sie an Meisterkursen von Mirella Freni, Robert Holl, Lilian Sukis, Lorraine Nubar und Barbara Bonney teil. Bei Opernproduktionen des Mozarteums machte die Sopranistin mit lyrischen Partien vom Barock bis zur Romantik auf sich aufmerksam, darunter Humperdincks Gretel, Frau Fluth (Die lustigen Weiber von Windsor) sowie Ilia (Idomeneo). Außerdem wirkte sie bei der Uraufführung des Opern-Pasticcios Giunio Bruto mit, die auch in Gotha und Coburg präsentiert wurde. Der Tenor Peter Sonn wurde, wie die übrigen Ensemblemitglieder des Doppelabends Apollo & Schuldigkeit, an der Universität Mozarteum in Salzburg ausgebildet: 2001 bestand er seine Diplomprüfung als Opernsänger mit Auszeichnung und erhielt dabei den Hanna-Ludwig-Preis als bester österreichischer Absolvent. Noch während des Studiums debütierte er im Jahr 2000 als erster Trojaner in Mozarts Idomeneo bei den Salzburger Festspielen. Sein erstes Festengagement führte ihn zur Spielzeit 2001/02 an das Landestheater Coburg, wo er sich Rollen wie Belmonte in der Entführung, Lenski im Eugen Onegin und Nemorino in Donizettis L'elisir d'amore erarbeitete. Seit September 2005 ist Peter Sonn Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater in Innsbruck: Dort war er bislang als Don Ottavio (Don Giovanni ), Jan Janicki (Der Bettelstudent ) und in Purcells The Fairy Queen zu erleben. Für die kommenden Spielzeiten sind Auftritte als Ferrando in Così fan tutte , Steuermann in Der fliegende Holländer und Alfredo in Verdis La traviata geplant. Als Gast war Peter Sonn in Wagners Meistersingern unter Leitung von Jeffrey Tate in Turin verpflichtet; Gustav Kuhn wiederum dirigierte die Aufführung des Guntram von Strauss, bei der er in Catania mitwirkte.
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